Warum das Kino?

Gedanken zum Kino, die ich im Rahmen eines Aufsatzes für einen medienwissenschaftlichen Kurs verfasst habe, könnt Ihr entweder im
Audio-Essay „Warum das Kino?“ von und mit Luca Schepers hören

oder hier nachlesen:

Meine persönliche Filmgeschichte

Wenn ich versuche die Anfänge meiner persönliche Filmgeschichte zu rekonstruieren, stellt sich diese als eine Aneinanderreihung von Verstörungen und Angstzuständen dar. Oft verließ ich den Kinosaal unglücklicher als ich ihn betreten hatte und wurde das Gefühl nicht los, Zeuge von etwas gewesen zu sein, für das ich noch nicht bereit war oder zu keinem Zeitpunkt bereit sein würde. Ich war der festen Überzeugung, das Kino sei, ähnlich einem Flipperautomaten oder Spielzeuggewehr, für jemand Anderen gemacht, der mehr wusste und vertragen konnte; möglicherweise entsprach dies zu dem damaligen Zeitpunkt auch der Wahrheit. Und nichtsdestotrotz konnte ich mich einer unbestimmten Anziehungskraft nicht erwehren und kehrte immer wieder zum Kino zurück. weiterlesen →

Felix (2018)

Der erfolglose Maler Nick sieht sich dazu gezwungen, bei einer
Tastaturreinigungsfirma zu arbeiten. Sein erster Kunde stellt sich
ausgerechnet als Felix – sein Erzfeind aus der Schulzeit – heraus.
Dieser ist inzwischen erfolgreicher Autor von Motivationsratgebern und
noch dazu überaus freundlich geworden. In seinem riesigen Anwesen
beschäftigt er mehrere alte Schulkameraden, so auch Nicks ehemalig
besten Freund Rufus.
Wenig später bietet Felix Nick ebenfalls einen gut bezahlten Job als
Kunstlehrer für seinen überaus talentierten Sohn an. Widerwillig nimmt
Dieser das Angebot an und zieht zum restlichen Personal in die Villa.
Schnell wird ihm klar, dass Rufus und die anderen Angestellten Felix
eindeutig untergeordnet sind und ein Verlassen des Anwesens kaum mehr
möglich ist. weiterlesen →

Der Zeuge Jehovas

Ein Zeuge Jehovas klingelt an meiner Tür. Ich habe diese Hausbesuche immer für ein Schreckgespenst der Erwachsenenwelt gehalten, kann mich daran erinnern, einmal meinen Schulfreunden von einer solchen nervenaufreibenden Begegnung erzählt zu haben, obwohl sie nie stattgefunden hat.
Es handelt sich bei meinem Besuch um einen gepflegten Mann höheren Alters, einen Lederrücksack fest um den Torso gezurrt, ein parfümierter Geruch von ihm ausströmend. Er möchte mich einladen, sagt er, in seiner Hand hält er einen Flyer mit der Überschrift „EINLADUNG“ in schwarzen Druckbuchstaben, darüber die obligatorischen Malereien lachender Anzug- und Blusenträger in einem Zimmer aus Glas. weiterlesen →