Parasozial gibt’s nun als Stream auf Pantaflix!

Endlich ist unser Langspielfilm „Parasozial – Fiktive Detektive“ online auf Pantaflix verfügbar: https://www.pantaflix.com/de/m/764172

Unglaublich, dass die erste Klappe dieses uferlosen Projekts vor fast fünf Jahren geschlagen wurde (und wie viel sich seitdem verändert hat). Es wäre gelogen, wenn ich sagen würde, dass es für mich nicht auch ein bisschen befremdlich ist, diesen Film heute anzusehen und sich darüber zu wundern, was für ein Mensch man damals war, welche Einstellungen und Einfälle und Visionen man hatte, was man für wichtig und unwichtig befand, was einen offensichtlich beschäftigte; abzuwägen, was man heute ganz anders oder ganz genauso machen würde. Trotzdem bin ich jedes Mal von der unglaublich umfangreichen und professionellen Arbeit überwältigt, die das Team, der Cast, die Crew, meine neuen und alten Freunde in diesen Film investiert haben, Stunden, Wochen, Monate lang, von schlecht belüfteten Kellergewölben bis hin zu Häuserschluchten zwischen hochgelegenen Dachterrassen (gesichert mit einer Weichbodenturnmatte) und schließlich vor dem PC, jahrelang, beim Einfärben und Abmischen und schließlich Online-Publizieren!

Deswegen: Wenn ihr 1,99€ und knapp 80 Minuten übrig habt, macht Euch gerne ein eigenes Bild von diesem energetischen, eigentümlichen, von unserem Professor diplomatisch als „studentisches Ereignis“ bezeichneten, kurzweiligen, in jedem Fall einzigartigen Film!
Das würde mich sehr freuen 🙂

( Zur Produktionsgeschichte von Parasozial gäbe es viel zu erzählen. Vielleicht erweitere ich diesen Post demnächst um ein paar Anekdoten vom Set und mein Gefühl gegenüber dem finalen Film. )

Das Bauhaus in Wiblingwerde

Zum hundertjährigen Bauhaus-Jubiläum spricht jeder über Weimar, Dessau und Berlin. Doch kaum jemand kennt die vierte Station der Gestalterschule: Das nordrhein-westfälische Wiblingwerde. Bauhaus-Enthusiast Thomas „Tommy“ Neureuther führt uns durch seine Heimatstadt, präsentiert die Highlights der Moderne, äußert sich zum Konflikt mit Nachbarstadt Kamen-Bergkamen und erklärt die Bedeutung des okkafarbenen Parallelograms. weiterlesen →

Miami Beach

Als Europäer ist man ja davon überzeugt, das Leben in den USA sei irgendwie unbeschwerter, das Essen schneller und besser verdaulich, die Baumaterialien leichter, die Stimmung ausgelassener. Wir glauben, die Abwesenheit antiker Geschichte habe eine befreiende Wirkung auf das dekadente Art-Déco-Stadtleben. Tatsächlich ist das Gegenteil der Fall, dachte ich bei meinem ersten Besuch der Vereinigten Staaten. weiterlesen →

Warum das Kino?

Gedanken zum Kino, die ich im Rahmen eines Aufsatzes für einen medienwissenschaftlichen Kurs verfasst habe, könnt Ihr entweder im
Audio-Essay „Warum das Kino?“ von und mit Luca Schepers hören

oder hier nachlesen:

Meine persönliche Filmgeschichte

Wenn ich versuche die Anfänge meiner persönliche Filmgeschichte zu rekonstruieren, stellt sich diese als eine Aneinanderreihung von Verstörungen und Angstzuständen dar. Oft verließ ich den Kinosaal unglücklicher als ich ihn betreten hatte und wurde das Gefühl nicht los, Zeuge von etwas gewesen zu sein, für das ich noch nicht bereit war oder zu keinem Zeitpunkt bereit sein würde. Ich war der festen Überzeugung, das Kino sei, ähnlich einem Flipperautomaten oder Spielzeuggewehr, für jemand Anderen gemacht, der mehr wusste und vertragen konnte; möglicherweise entsprach dies zu dem damaligen Zeitpunkt auch der Wahrheit. Und nichtsdestotrotz konnte ich mich einer unbestimmten Anziehungskraft nicht erwehren und kehrte immer wieder zum Kino zurück. weiterlesen →